Prozessoptimierung mit RFID im Rahmen der Eigenkontrollverordnung

In der Eigenkontrollverordnung der Bundesländer werden regelmäßige Prüfungen, Wartungen und Messungen für Komponenten der Abwasseranlagen vorgeschrieben. Je nach Art der Tätigkeit sind im technischen Regelwerk festgelegte Arbeitsschritte in definierten Zeitintervallen durchzuführen – z.B. Schachtinspektionen, Kontrollen von Sonderbauwerken oder Prüfung von Einleitungsstellen. Sämtliche Arbeitsgänge müssen vollständig ablaufen und für Dritte nachvollziehbar dokumentiert und gesichert werden (Eigenkontrollbericht). Mit den herkömmlichen Methoden waren diese Arbeiten nicht nur sehr aufwändig und zeitraubend, sondern durch viele manuelle Aufzeichnungen und deren Aufnahme in das zentrale EDV-System waren Fehler gewissermaßen vorprogrammiert. Wir haben uns daran gemacht, diesen Arbeitsprozess signifikant zu optimieren: Mit Hilfe der RFID-Technologie kann der Gesamtprozess wesentlich effektiver gestaltet werden. Zu diesem Zweck werden Bauwerke (Abwasserkanäle etc.) mit so genannten Transpondern oder Tags versehen. Diese Tags enthalten einen Mikrochip mit einer eindeutigen Kennung (ID), der wetterfest und temperaturbeständig z.B. in Kunstharz vergossen sind. Über diese Tags wiederum lassen sich die Sonderbauwerke mit Hilfe eines entsprechenden Lesegerätes eindeutig und schnell. Darüber hinaus enthalten die eingesetzten Tags Speicherbereiche, auf denen digitale Daten abgelegt werden können. Nach der eindeutigen Identifizierung erscheint auf dem Display des Lesegerätes das entsprechende Formular mit allen wichtigen Angaben zum Bauwerk. So können gezielt sämtliche Prüfungsergebnisse zur Eigenkontrollverordnung abgefragt und eingetragen werden. Nach Abschluss der Erfassungsarbeiten werden die Informationen direkt vom Lesegrät in den PC übertragen und mit dem System abgeglichen. Zu den Vorteilen der Optimierung mittels RFID-Technologie gehören unter anderem:


  • Eine vollständige und eindeutige Dokumentation der erfassten Kontrollergebnisse;
  • ein digitaler Arbeitsprozess von der Erfassung bis zur Übertragung der Daten, d.h. der Wegfall von Papierformularen;
  • die Beschleunigung von Erfassung und Informationsaustausch;
  • eine eindeutige Identifizierung des Bauwerks, die eine Verwechslung mit anderen Bauwerken ausschließt;
  • die Steigerung der Datenqualität durch digitalen Datenfluss in beide Richtungen;
  • die Speicherung arbeitsrelevanter Informationen vor Ort Anhand des aufgezeigten Beispiels können weitere Optimierungen im Arbeitsprozess für die Eigenkontrollverordnung abgeleitet werden;
  • der Nachweis, dass Überprüfungen vor Ort tatsächlich stattgefunden haben (Zeitstempel).